Refinanzierung

REFINANZIERUNGSSTRUKTUR DES VOLKSWAGEN KONZERNS
Stand 31. Dezember 2018
Refinanzierungsstruktur des Volkswagen Konzerns (Balkendiagramm)

Der Volkswagen Konzern hat bei seinen Refinanzierungsaktivitäten im Jahr 2018 den Fokus auf die Diversifizierung von Instrumenten und Märkten gelegt.

Im Juni 2018 haben wir die Netto-Liquidität durch die Platzierung einer unbesicherten, nachrangigen Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von insgesamt 2,75 Mrd. € gestärkt. Die Anleihe hat eine unbefristete Laufzeit und wurde in zwei nur durch die Emittentin kündbaren Tranchen begeben. Eine Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € ist erstmals nach sechs Jahren kündbar, eine weitere über 1,5 Mrd. € erstmals nach zehn Jahren. Die Transaktion diente auch zur Refinanzierung der im September 2018 gekündigten Tranche mit einem Nominalvolumen von 1,25 Mrd. € aus der im Jahr 2013 begebenen Hybridanleihe.

Zudem wurde in Europa eine erstrangige und unbesicherte Benchmark-Anleihe für den Konzernbereich Automobile in vier Tranchen mit einem Volumen von 4,25 Mrd. € sowie in zwei Tranchen über 800 Mio. GBP platziert. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen wurden vier Benchmark-Anleihen über insgesamt 9,35 Mrd. € begeben. Ergänzend wurden Privatplatzierungen in diversen Währungen emittiert.

Außerhalb des europäischen Refinanzierungsmarktes war der Volkswagen Konzern auf dem nordamerikanischen Kapitalmarkt aktiv. Im US-Kapitalmarkt gelang der erfolgreiche Wiedereintritt seit Bekanntwerden der Dieselthematik mit einem Emissionsvolumen von insgesamt 8,0 Mrd. USD.

Im kanadischen Refinanzierungsmarkt wurden Schuldverschreibungen mit einem Volumen von rund 2,25 Mrd. CAD ausgegeben.

Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Refinanzierung war weiterhin die Emission von Commercial Paper, insbesondere in der Region Europa und in der Währung Euro sowie in den USA.

Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen waren ein weiterer wichtiger Baustein unserer Refinanzierung. In Europa wurden ABS-Transaktionen in Höhe von mehr als 7,1 Mrd. € platziert. Außerdem wurden ABS-Transaktionen unter anderem in Australien, Japan, der Türkei und den USA begeben.

Der Anteil der festverzinslichen Instrumente war im vergangenen Jahr in etwa dreimal so hoch wie der Anteil der variabel verzinslichen.

Durch den gleichzeitigen Einsatz von Derivaten verfolgen wir das Ziel, bei allen Refinanzierungen das Zins- und das Währungsrisiko auszuschließen.

Die folgende Tabelle zeigt, wie unsere Geld- und Kapitalmarktprogramme zum 31. Dezember 2018 genutzt wurden, und veranschaulicht die finanzielle Flexibilität des Volkswagen Konzerns:

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PROGRAMME

 

Rahmen
Mrd. €

 

Ausnutzung
am 31.12.2018
Mrd. €

 

 

 

 

 

Commercial Paper

 

35,4

 

13,5

Anleihen

 

139,6

 

80,1

davon Hybrid-Emissionen

 

 

 

12,5

Asset Backed Securities

 

69,8

 

40,4

Die im Juli 2011 abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der Volkswagen AG in Höhe von 5,0 Mrd. € wurde 2015 durch Ausübung einer Verlängerungsoption bis April 2020 verlängert. Diese Fazilität war zum Jahresende 2018 weiterhin ungenutzt.

Bei weiteren Konzerngesellschaften bestanden syndizierte Kreditlinien über insgesamt 7,6 Mrd. €, von denen 1,8 Mrd. € gezogen wurden. Daneben hatten Konzerngesellschaften in verschiedenen Ländern mit nationalen und internationalen Banken bilaterale, bestätigte Kreditlinien über insgesamt 4,2 Mrd. € vereinbart, von denen 1,8 Mrd. € genutzt wurden.